Cookie-Banner: Was das Gesetz wirklich verlangt
Ein optisch tadelloses Banner kann trotzdem nicht konform sein, wenn Ablehnen nicht so einfach ist wie Akzeptieren, oder wenn es Tracker nicht tatsächlich blockiert.
Das Symmetrieprinzip
Der Europäische Datenschutzausschuss (EDSA/EDPB) verlangt, dass die Schaltfläche „Ablehnen“ genauso zugänglich ist wie „Akzeptieren“ — ohne zusätzlichen Klick, ohne Navigation in einem versteckten Untermenü, ohne Design, das optisch zur Annahme drängt (Dark Patterns). Ein Banner, bei dem „Akzeptieren“ ein großer farbiger Button und „Ablehnen“ ein unauffälliger Link in kleiner Schrift ist, ist ein häufig festgestelltes Nichtkonformitätsmuster.
Blockierung, nicht nur Anzeige
Ein Banner anzuzeigen reicht nicht: Das CMP muss die Ausführung nicht essenzieller Skripte blockieren, solange keine Einwilligung erteilt wurde, und diese Tracker tatsächlich stoppen, wenn der Nutzer auf „Ablehnen“ klickt. Ein Banner, das eine Wahl anzeigt, aber Skripte im Hintergrund weiterlaufen lässt, hat nur den Anschein von Konformität.
Wie man es prüft
Der einzige verlässliche Weg zu prüfen, ob ein Banner tatsächlich blockiert, ist, den Klick auf „Ablehnen“ zu simulieren und zu messen, ob nicht essenzielle Tracker danach weiterlaufen. Genau das macht unser Scanner: Er erkennt nicht nur die Anwesenheit eines CMP, sondern testet dessen tatsächliches Verhalten.
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